3-sitzer Kanu

Wilde Wetterau

Ruheständler Vom Kanu aus gesehen wähnt man sich im Dschungel
Norbert schlug vor, gemeinsam ein Kanu zu kaufen, um Touren zu unternehmen. Infolgedessen sind wir u.a. etappenweise von Lich bis Okarben gefahren.

Wechselnd waren Bernd, Pit (Bilder 61, 63 + 64, 65), Tommi, Fisch, Carsten (Bild 38) und Dr. biol. Michael (Bild 60) mit von der Partie.

Ein Kanu ist leise und hat wenig Tiefgang.

Deshalb konnten wir Reiher, Eisvögel und Kraniche beobachten.

Dementgegen ist der Bach durchaus mächtig. Er kann das Boot am unterspülten Prallhang (Bild 15) eines Mäanders problemlos unter Wasser drücken. Kippt das Boot ein wenig gegen die Fließrichtung (weil ich Idiot mich in die Kurve gelegt habe), geht es nicht unter - es wird unter Wasser gerissen. Und mag man den Bach auch da und dort durchwaten können, gibt es doch genausooft Stellen mit 3m Wassertiefe.

Dort, einmal untergegangen, sollte man sich besser nicht in Geäst oder der Bootsschnur verheddern. Und keinesfalls gegen die Strömung auftauchen wollen. Das kann tödlich enden.

Eines Tages, Dr. Michael hatte mich begleitet, wurden wir unter Wasser von einem beachtlich großen Fisch überholt. In dessen Sog wurde das Boot 30cm nach unten und 50cm zur Seite gezogen und schwappte danach zurück.

Das Wasser war zu trüb, um etwas erkennen zu können. Dessen Bugwelle allerdings war breit, nicht spitz, woraus Dr. Michael messerscharf auf das breite Maul eines Welses schloß. Seit diesem Tag bin ich nie wieder Kanu gefahren.

Meine Eltern brauchten den Platz im Garten, wir mußten das Boot verkaufen.
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